DOs & DON'Ts FÜR UNSERE CLUBSESSIONS


DOs
  • Teilen > Teile gerne, was du teilen möchtest. Alle Erlebnisse dürfen besprochen werden: Schmerz, Rage, Ratlosigkeit, Neid, Selbstmitleid, Trauer, Schreck, Dankbarkeit, Demut, Lustiges, Skurriles, Kraft, Frieden.
  • Schweigen > Gerne kannst du nur zuhören, falls du nichts sagen möchtest.
  • Bild > Bitte nimm mit Videobild teil, damit alle wissen, wer zuhört.
  • Name > Du kannst deinen echten Namen oder einen fiktiven Namen nennen, gerne auch das Pronomen deiner Wahl.
  • Diskriminierungskritik > Ich gebe mir Mühe, für einen möglichst diskriminierungsfreien Raum zu sorgen. Sollte eine Übersetzung in deutsche Gebärdensprache für dich von Interesse sein, sage mir gern Bescheid und ich werde versuchen, dies einzurichten. Lasst uns hier und immer rücksichtsvoll mit gendersensiblen Aspekten in Sachen Elternschaft umgehen. Hierzu empfehle ich z.B. den queerfeministischen Sammelband "Nicht nur Mütter waren schwanger" von Alisa Tretau. Oder die Folgen "Zwei Frauen ein Kinderwunsch" und "Ein Organ macht mich nicht zur Frau" im Podcast der Kinderwunschcoachin Katharina Appia. Das Gesundheitswesen in Deutschland ist, wie andere Kontexte auch, von Diskriminierung geprägt. Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung. Sollte eine Person von derlei Erlebnissen, z.B. von einem rassistischen Vorfall berichten, bedenke bitte, dass die Deutungshoheit allein bei der betroffenen Person liegt. Ich selbst bin mehrfachprivilegiert: Ich bin weiß, jung, schlank und heterosexuell. Mein Familien- und Bildungshintergrund liegt in der deutschen Mittelschicht. Ich werde in meinem Alltag nicht behindert. Ich habe keine Migrationsgeschichte. Ich bin eine cis-Frau, d.h. ich identifiziere mich mit dem Geschlecht, das mir von außen zugeschrieben wird. Falls du noch nicht oft über Diskriminierung nachgedacht hast, bist vermutlich auch du strukturell privilegiert. In dem Fall kann ich z.B. folgenden Artikel empfehlen: "Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht" von Margarete Storkowski. Solltest du Bedenken oder Fragen bezüglich deiner Teilnahme an einer Clubsession haben, kannst du mir gerne schreiben: clubnacht@posteo.de


DON'Ts

  • Keine Hierarchie der Verluste > Egal, in welchem Monat eine Person eine Schwangerschaft verliert, ob die Person sich für eine Abtreibung entschieden hat oder nie eine Schwangerschaft getragen hat: Niemand außer der Person selbst kann die Schwere ihrer Erlebnisse beurteilen. Bitte achte darauf, die Situation anderer Personen nicht zu relativieren oder mit deiner Situation zu vergleichen.
  • Falls du schwanger bist oder Elternteil wirst > Zunächst meinen aufrichtigen Glückwunsch zu deiner/ eurer Schwangerschaft. Bitte beachte, dass Schwangerschaften anderer Menschen auf Personen, die Fehlgeburten erlebt haben, manchmal wie Trigger wirken und den eigenen Verlust erneut schmerzhaft deutlich machen können. Bitte verzichte darum im Rahmen der Clubsession je nach Teilnehmer*innen-Gruppe auf ausführliche Infos zu deiner aktuellen Schwangerschaft.
  • Falls du Kinder hast > Bitte sorge für einen kinderfreien Raum, während du an der Clubsession teilnimmst. Bitte beachte, dass viele Menschen weder vor ihrer Fehlgeburt noch danach lebende Kinder geboren haben. Einige Personen werden gewollt oder auch ungewollt kinderfrei bleiben. In den Clubsessions liegt der Fokus auf Visionen und Trostformen, die auch kinderfreien Personen dienlich sind.


Danke für dein Verständnis.